Visionssuche im Süden des Schwarzwaldes

 

                                                  

12. - 23. September 2018

 

 

 

Ich war und bin immer noch ein Suchender, aber ich habe aufgehört, Sterne oder Bücher zu befragen. Ich habe angefangen, auf die Lehre zu lauschen, die mein Blut mir zuflüstert. H. Hesse

 

 

Das Verlangen nach Wahrheit und die Angst vor Veränderung - ein innerer Konflikt. Was will ich wirklich?

 

Die alltäglichen Anforderungen – im privaten wie im beruflichen ­– sind lang und wachsen gefühlt täglich. Die meisten von uns kennen den Druck der gesellschaftlichen Erwartungen und/oder der eigenen Vorstellungen von einem erfolgreichen Leben.

 

  • Doch was brauche ich in meinem Leben wirklich?
  • Wie finde ich meine Ausrichtung?
  • Wie kann ich darauf vertrauen, dass etwas Gutes entsteht, wenn ich meine alten Verhaltensmuster loslassen und mich auf neue Wege begebe?


 

Die Teilnehmer*innen einer Visionssuche lassen alles Bekannte hinter sich und lernen, dem eigenen Rhythmus und der eigenen inneren Stimme wieder zu vertrauen. Es ist der Weg einer Heldin/eines Helden, denn er führt auch durch Schmerz und eigene Schatten. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer auf dem Weg zu sich selbst. Die Natur dient dabei als Spiegel der inneren Seelenwelt.

 

Stephan und ich werden Sie dabei begleiten und freuen uns sehr darauf Sie kennenzulernen - mit allem was ist.

 

 

Die Visionssuche findet in der Nähe von Titisee/Neustatt statt, ca. 30km von Freiburg/Breisgau entfernt.

Das Seminarhaus: http://www.fallerhof-im-jostal.de/hisle.asp?id=

Es ist ein einfaches & sehr gemütliches Bauernhäuschen mit einem großem Schlafraum. Zelten ist auch möglich.

 

Frühbucher bis 15.08. zahlen 500€ , danach 600€

Unterkunft:  220€ 

 

Wenn Du Probleme mit der Bezahlung hast, dann melde Dich bitte bei mir.

Zuschüsse sind für Menschen bis 26 Jahren möglich.

 

 

Diese Visionssuche leite ich gemeinsam mit Stephan Pfannschmidt aus München.

Stephan Pfannschmidt

Jahrgang 1965, Dipl.-Biol., Meeresbiologe und Forschungstaucher,

Visionssucheleiter in der Tradition der School of Lost Borders.

Email: s.pfannschmidt@posteo.de

 

„Die Rück-Verbindung mit Deiner menschlichen Natur, das ist das Abenteuer,

auf das ich Dich schicken möchte. In der möglichen Begegnung mit Pflanzen,

Tieren, Steinen und Dingen da draußen, im Allein-Sein, wirst Du einem Wesen

ganz sicher begegnen: Dir selbst.“

 

                                                        Der Spiegel der Natur   (von einem Visionssucheteilnehmer)

 

Verschiedentliche Wege führten uns hierher,

Sehnsüchte schlummerten in uns verborgen,

manchen Schmerz fühlten wir sehr

und die Sorge um Morgen.

In der Auszeit einen Platz zu haben,

gleich in Rhythmus, Melodie und Zeit,

verhieß mich tief zu graben,

nach meinen Schätzen in ihrer Kostbarkeit.

Der Spiegel der Natur bereitet

Einen Weg ins Innere beleuchtet

Eine Kraft, die ihresgleichen sucht,

die meiner Gesundung genügt.

Der Spiegel der Natur leitet ein

Einem Zauber gleich die Metamorphose,

von mir und Tier tagaus tagein.

Die Haut des Alten klebt noch an dem Neuen,

doch keine Ängste, keine Scheuen,

lassen mich Grübeln um die Rückkehr nach Hause.

 

Was schält sich heraus? Wie geht sie weiter,

die bunte Reise von kleine Maus?

Der Alltag mag lähmen oder bereitet Gewitter,

ich tanze und halte es aus.

Leben heißt erinnern und entwickeln

Wachsen wollen und Verwirrung enttüdeln.

Als Mann mit starkem Herzen ging ich.

Der Spiegel der Natur begleitete mich.

Das tut er weiter, mich und dich,

Hier und jetzt und zukünftig.

 

Erfahrungsbericht

 

Thomas, 28 Jahre

Die direkten, ganz konkreten Erfahrungen durch achtsame Naturerlebnisse ermöglichen mir einen Zugang zu mir und meiner Vergangenheit, der im Alltag versperrt blieb. Die Erlebnisse im Spiegel der Natur lassen mich Themen auf der Gefühlsebene begreifen, bzw. erahnen. Damit habe ich für mich eine Methode gefunden, die tiefgreifende Veränderungen zulässt.

Liebe Heide, deine herzliche, einfühlsame Art, deine Lebensfreude, deine ganz konkrete, geerdete Herangehensweise schätze ich sehr.

 

 

 

Auszüge aus der 12. Klassarbeit (Waldorfschule) von Tara über ihre eigene Visionssuche.

 

 

Der Weg zu mir

 

Die Visionssuche

Die Begegnung mit der Gruppe war ganz anders, als ich gewöhnlich einer Gruppe von Menschen begegne. Ich habe diese Menschen von innen heraus kennengelernt und nicht von außen nach innen, wie gewöhnlich. So kannte ich schon nach dem ersten Abend die größten Probleme und Ängste von jeder einzelnen Person. Das Alter und andere Äußerlichkeiten haben überhaupt keine Rolle gespielt. Ich selber habe ganz ehrlich erzählen können und habe mich gehört und verstanden gefühlt. …

 

… Am Mittwochmorgen wurden wir von den Leitern, den Ältesten und den Assistenten mit Gesang geweckt und haben schweigend unser letztes Zeug zusammengepackt und einen letzten Tee am Feuer getrunken. Dann haben wir jede einzelne Person zum Abschied umarmt und wurden mit einem Ritual von der Zivilisation abgetrennt und in die Natur entlassen. Dies war ein sehr emotionaler Moment.

 

Die Schwellenzeit in der Natur

Der erste Tag:

… Ich bin dann zu meinem Platz gegangen und habe es mir häuslich (so gut das im Wald eben geht) eingerichtet. Ich habe meine Plane zwischen zwei Bäumen gespannt, geschaut, dass der Boden einigermaßen eben ist und dass es möglichst nicht auf mein Zeug regnen kann. Dann habe ich ein kleines Schläfchen gemacht und anschließend die Sonne genossen. Ich war so fröhlich und war sehr gespannt auf die Tage, die noch vor mir lagen. …

 

… Gegen Nachmittag kam kurz die Langeweile, vor der ich mich in der Vorbereitungszeit gefürchtet habe. Ich wusste nicht genau, wie es jetzt weiter gehen soll. Dann habe ich meinen Gedanken freien Lauf gelassen, gesungen und meditiert. So vergingen die Nachmittagsstunden dann unerwarteter Weise ganz schnell, und mein Zeitgefühl veränderte sich allmählich. Meine Langeweile war verflogen. …

 

… Kaum lag ich bei Einbruch der Dunkelheit in meinem Schlafsack unter meiner aufgespannten Plane, begann es zu regnen. Die Plane war zu zwei Seiten offen. Es hat die ganze Nacht wild geregnet und gewittert, wovon ich zum Glück nicht so viel mitbekam, denn ich schlief wie ein Stein, und das etwa 12 Stunden lang. …

 

... In der Vorbereitungszeit hatte ich großen Respekt vor der Dunkelheit, alleine im Wald. Ich habe mich aber geborgen gefühlt, unter meinem kleinen Dach und auch von der Kälte habe ich in meinem warmen Schlafsack nicht viel mitbekommen. In dieser Nacht habe ich sehr viel geträumt (z.B. von Essen und meinem warmen Bett). …

 

… Dieser erste Tag alleine in der Natur war sehr einsam. Ich war noch nie so lange bewusst alleine gewesen und vor allem nicht in der Natur. Ich habe immer von mir gedacht, ich kann nicht so lange alleine sein, ohne jegliche Art von Beschäftigung. … Doch ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich es sehr genieße, für mich zu sein und nur meinen Impulsen zu folgen. …

 

Zweiter und dritter Tag:

… Nach dieser regenfreien Nacht, begann es am Vormittag wieder zu regnen, und es war noch kälter und ungemütlicher als an den vorherigen Tagen. Ich habe mich an einen Baum gesetzt und bin wieder tief in meine Erinnerungen eingetaucht, an meine Kindheit und an viele verschiedene Reisen aus meinem Leben. So habe ich viele Stunden verbracht und mich abschließend mit einem Ritual von meiner Kindheit verabschiedet. Nach diesem Schritt, durch das bewusste Loslassen von Altem, habe ich mich unglaublich frei und bereit für das Erwachsenwerden gefühlt. …

 

… Die verbleibenden Nachmittagsstunden habe ich erfreulicherweise in der Sonne verbringen können. Ich habe lange gesungen, meditiert und bin noch einmal zu dem Platz vom ersten Tag gegangen, wo ich mich mit dem großen, innerlichen Konflikt aus meiner Kindheit beschäftigt hatte. Ich hatte nun das Gefühl, dass es sich das alles deutlich gebessert und einen Heilungsprozess in mir ausgelöst hat. …

 

Nach der Auszeit wieder zurück in der Gruppe:

… Ich habe mich in der Gruppe sehr geborgen gefühlt, und es war so viel wert, nicht alleine mit dieser Erfahrung dazustehen, sondern verstanden zu werden, ohne irgendetwas erklären zu müssen. In den verbleibenden Tagen hat jeder 15 Minuten Zeit bekommen, die Essenz seiner Tage zu erzählen, was von den Leitern und den Ältesten und dem jeweiligen Buddy gespiegelt wurde. Aber auch sonst hatten wir regen Austausch untereinander und haben uns bereit für das Alltagsleben gemacht.

 

Nach der Visionssuche wieder zurück Zuhause:

… Ich war nur ein paar Tage weg, und es hatte sich in meiner Abwesenheit nichts Wesentliches getan. Aber ich war so verändert! Ich weiß nicht, ob meine Veränderung so deutlich sichtbar war von außen, aber ich habe mich ganz anders gefühlt: bestärkt, bewusst, von großer Klarheit, ganz in meinem Ich. Ich habe einige Zeit gebraucht, um Zuhause anzukommen und mich wieder an mein Umfeld zu gewöhnen. Dabei habe ich viel Zeit in der Natur und mit Gesang verbracht.

In den ersten Wochen und Monaten nach meiner Visionssuche hatte ich regelmäßigen Kontakt zu den anderen aus meiner Gruppe und habe weitere Folgeseminare besucht.

 

Die Nachbereitung ist eine Entwicklung, die immer, immer weiter geht. …

 

Tara

 

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© Heide Steiner